Safewards ist weit mehr als ein Maßnahmenkatalog zur Reduktion von Konflikten und Zwang. Es steht für einen echten Kulturwandel im Klinikalltag. Wie sich dieser Wandel konkret anfühlt und im täglichen Miteinander umsetzen lässt, zeigen drei Mitarbeitende des kbo-Inn-Salzach-Klinikums auf eindrückliche Weise.
Dabei wird deutlich: Entscheidend sind vor allem die multiprofessionelle Zusammenarbeit, eine konsequent gelebte Beziehungsarbeit und ein klarer Fokus auf Nachhaltigkeit. Oder anders gesagt: dranbleiben, damit Safewards nicht im Sande verläuft, sondern lebendig bleibt.
Ausbildung muss heute mehr leisten als reine Wissensvermittlung. Sie soll Orientierung geben, Sicherheit schaffen, gesetzliche Anforderungen erfüllen und gleichzeitig zu den Lerngewohnheiten neuer Generationen passen.
Das Team von Station 2 des kbo-Heckscher-Klinikums in Rosenheim hat dafür eine ebenso einfache wie wirkungsvolle Lösung entwickelt: eine digitale Willkommensmappe per QR-Code. Initiiert und umgesetzt wurde das Projekt von Michael Mehrholz aus dem Pflege- und Erziehungsdienst. Sein Ansatz: nicht nur Inhalte digitalisieren, sondern den gesamten Einarbeitungsprozess neu strukturieren.
Die Qualifizierung von Mitarbeitenden hat bei der kbo-Service GmbH einen hohen Stellenwert. Daher werden regelmäßig Stellen angeboten, die gezielt mit einer Weiterbildung verbunden sind. Im Bereich der Klinikhygiene haben bereits drei Kolleginnen diese Möglichkeit erfolgreich genutzt – aktuell ist eine weitere Kollegin in die Weiterbildung gestartet.
Anne Werner hat im November 2025 erfolgreich ihre Weiterbildung zur Hygienefachkraft abgeschlossen. Im Interview erzählt sie mehr über die Inhalte der berufsbegleitenden Weiterbildung, wie sie die Unterstützung ihres Teams erlebt hat und ob sie diese Weiterbildung weiterempfehlen würde.
Die Pflegeausbildung hat sich in den letzten Jahren stark verändert und mit ihr die Rolle der Praxisanleitung. Seit Inkrafttreten des Pflegeberufegesetzes von 2020 ist Praxisanleitung nicht mehr nur ein „Nice-to-have“, sondern ein fester, verpflichtender Bestandteil der Ausbildung. Doch wie gelingt gute Praxisanleitung in der täglichen Arbeit? Anna Kaiser, Leitung der Stabsstelle Zentrale Praxisanleitung am kbo-Isar-Amper-Klinikum Region München, zeigt praxisnahe Wege auf, wie Ausbildung in der Pflege nicht nur gelingt, sondern auch Spaß macht.
Zu erleben, wie der Pflegeberuf in anderen Ländern ausgeführt wird, erweitert den Horizont auf fachlicher und persönlicher Ebene. Bei kbo können Auszubildende mit dem Erasmus-Programm Auslands-Erfahrungen sammeln und werden dabei begleitet.
Psychiatrie ist für viele Menschen noch immer mit Unsicherheit und Vorurteilen verbunden. Bilder aus vergangenen Jahrzehnten prägen häufig die Vorstellung – verschlossene Türen, lange Aufenthalte, Stigmatisierung. Doch die moderne Psychiatrie hat sich grundlegend verändert. Wie zeitgemäße psychiatrische Versorgung heute aussieht, erklärt Prof. Dr. Florian Seemüller, Chefarzt der kbo-Lech-Mangfall-Kliniken Garmisch-Partenkirchen, Peißenberg und Murnau.
Christina Nitzsche hat die Psychiatrische Pflege schon immer spannend
gefunden. In ihrer Ausbildung lernt sie auch viel von ihren Patientinnen und Patienten.
Wie kann moderne Kinder- und Jugendpsychiatrie heute aussehen? Welche Rolle spielt dabei der Pflege- und Erziehungsdienst (PED)? Und wie lassen sich Fachlichkeit, Haltung und individuelle Begleitung von Mitarbeitenden nachhaltig weiterentwickeln?
Mit der neu geschaffenen Stabsstelle „Pflege- und Erziehungsdienst Entwicklung“ geht das kbo-Heckscher-Klinikum einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft. Seit März 2025 füllt Manuel Braunisch, Gesundheits- und Krankenpfleger, diese Position mit Leben und gestaltet die Entwicklung der Pflege aktiv mit.
Das kbo-Sozialpsychiatrische Zentrum hält ein vielfältiges Spektrum an Betreuungsangeboten für Menschen mit psychischer Erkrankung bereit. Im Mittelpunkt steht das Ziel, gesellschaftliche Teilhabe zu fördern und die Betroffenen in einem möglichst eigenverantwortlichen Leben zu unterstützen. Eines dieser Angebote ist das sogenannte Zuverdienst-Projekt, das an drei Standorten – in Haar, Wasserburg am Inn und Taufkirchen (Vils) – umgesetzt wird.
Im Interview erzählt Daniela Tanz, Stellvertretende Stationsleitung an der „kbo-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Nord | Schwabing“ und zudem neues Gesicht der kbo-Arbeitgeber-Kampagne, wie sie sich bei kbo weiterentwickelt hat, warum sie ihren Beruf liebt und weshalb psychiatrische Pflege für sie eine Herzensangelegenheit ist.