Psychiatrie ist für viele Menschen noch immer mit Unsicherheit und Vorurteilen verbunden. Bilder aus vergangenen Jahrzehnten prägen häufig die Vorstellung – verschlossene Türen, lange Aufenthalte, Stigmatisierung. Doch die moderne Psychiatrie hat sich grundlegend verändert. Wie zeitgemäße psychiatrische Versorgung heute aussieht, erklärt Prof. Dr. Florian Seemüller, Chefarzt der kbo-Lech-Mangfall-Kliniken Garmisch-Partenkirchen, Peißenberg und Murnau.
Das kbo-Sozialpsychiatrische Zentrum hält ein vielfältiges Spektrum an Betreuungsangeboten für Menschen mit psychischer Erkrankung bereit. Im Mittelpunkt steht das Ziel, gesellschaftliche Teilhabe zu fördern und die Betroffenen in einem möglichst eigenverantwortlichen Leben zu unterstützen. Eines dieser Angebote ist das sogenannte Zuverdienst-Projekt, das an drei Standorten – in Haar, Wasserburg am Inn und Taufkirchen (Vils) – umgesetzt wird.
Im Interview erzählt Daniela Tanz, Stellvertretende Stationsleitung an der „kbo-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Nord | Schwabing“ und zudem neues Gesicht der kbo-Arbeitgeber-Kampagne, wie sie sich bei kbo weiterentwickelt hat, warum sie ihren Beruf liebt und weshalb psychiatrische Pflege für sie eine Herzensangelegenheit ist.
Vor fünfzig Jahren begann in Deutschland eine neue Ära der psychiatrischen Versorgung. Mit der Psychiatrie-Enquete des Deutschen Bundestags im Jahr 1975 wurden gravierende Missstände aufgedeckt und der Grundstein für eine menschenwürdige Behandlung von Menschen mit psychischer Erkrankung gelegt. Diese Reform war ein entscheidender Schritt hin zu mehr Würde, Teilhabe und Verständnis, der bis heute wirkt.
Arbeit strukturiert unseren Alltag, schafft Sinn, gibt finanzielle Sicherheit und soziale Zugehörigkeit. Doch sie kann auch zur Belastung werden – insbesondere dann, wenn Druck, Unsicherheit oder fehlende Gestaltungsspielräume überhandnehmen. Die Wechselwirkung zwischen Arbeitsbedingungen und psychischer Gesundheit ist komplex, aber längst wissenschaftlich belegt.
Wer mit Menschen mit Demenz arbeitet, weiß: Pflege beginnt mit echten Momenten der Begegnung. Beziehung ist dabei kein möglicher Zusatz, sondern ein tragender Pfeiler guter Versorgung und wird zur Brücke, wenn die Erinnerung verblasst.
Psychiatrische Pflege klingt für viele nach Klinikalltag und Schichtarbeit. Dass es auch ganz anders geht, zeigt Ute Wolf. Die Gesundheits- und Krankenpflegerin arbeitet seit fast zwei Jahren beim kbo-APP, dem Ambulanten Psychiatrischen Pflegedienst von kbo. Im Interview erzählt sie, wie sie eher zufällig zu dieser Tätigkeit kam und warum sie heute überzeugt ist: Diese Arbeit verbindet Fachlichkeit mit echter Lebensqualität.
Psychische Krisen treffen Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenslagen – manchmal plötzlich, manchmal über einen längeren Zeitraum hinweg. In solchen Situationen bietet der Krisendienst Psychiatrie Oberbayern qualifizierte Hilfe – rund um die Uhr, kostenfrei und vertraulich. Ziel ist es, akute Belastungen zu lindern und gemeinsam nächste Schritte zu erarbeiten.
Felicitas Lorbeer arbeitet am kbo-Isar-Amper-Klinikum in Haar und ist Gesundheits- und Krankenpflegerin. Ihre Ausbildung hat sie mit einem dualen Studium kombiniert und ist aktuell in der Klinik für Suchtmedizin und Psychotherapie tätig. In ihrem Berufsalltag begleitet sie unter anderem Menschen in schwierigen Lebensphasen und hilft ihnen, neue Perspektiven zu entwickeln. Im Interview schildert sie ihre Sicht auf die Arbeit in der Psychiatrie, spricht über Teamarbeit, Selbstfürsorge und erklärt, warum sie sich bei kbo besonders gut aufgehoben fühlt.
Gute Zusammenarbeit ist mehr als nur das gemeinsame Erreichen von Zielen – sie basiert auf einer Kommunikation, die respektvoll, offen und nachhaltig ist. Doch wie schafft man eine solche Zusammenarbeit in Gruppen? Das Themenzentrierte Interaktionsmodell (TZI) von Ruth Cohn bietet eine klare und effektive Methode, um genau das zu erreichen. Es setzt auf das Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen des Einzelnen, der Dynamik innerhalb der Gruppe und dem gemeinsamen Thema. In diesem Artikel werfen wir einen Blick darauf, wie das TZI-Modell dabei hilft, eine produktive und wertschätzende Zusammenarbeit zu fördern und welche Prinzipien dabei eine zentrale Rolle spielen.