Weiterbildung zur Hygienefachkraft
Zusammenfassung:
Die Qualifizierung von Mitarbeitenden hat bei der kbo-Service GmbH einen hohen Stellenwert. Daher werden regelmäßig Stellen angeboten, die gezielt mit einer Weiterbildung verbunden sind. Im Bereich der Klinikhygiene haben bereits drei Kolleginnen diese Möglichkeit erfolgreich genutzt – aktuell ist eine weitere Kollegin in die Weiterbildung gestartet.
Anne Werner hat im November 2025 erfolgreich ihre Weiterbildung zur Hygienefachkraft abgeschlossen. Im Interview erzählt sie mehr über die Inhalte der berufsbegleitenden Weiterbildung, wie sie die Unterstützung ihres Teams erlebt hat und ob sie diese Weiterbildung weiterempfehlen würde.
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Themen:
Anne, Du hast im November erfolgreich Deine Weiterbildung bestanden – herzlichen Glückwunsch! Magst Du erzählen, wie Du darauf aufmerksam geworden bist?
Anne Werner: Nach meiner Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin im kbo-Isar-Amper-Klinikum erwarb ich 2012 die Zusatzqualifizierung zur hygienebeauftragten Pflegekraft. In dieser Funktion arbeitete ich dann zusätzlich zu meiner Tätigkeit auf Station und übernahm 2019 auch die Stationsleitung für etwa zweieinhalb Jahre.
Mit der Zeit merkte ich jedoch, dass ich mich beruflich verändern möchte. Durch puren Zufall stieß ich auf die Stelle als „Hygienefachkraft in Weiterbildung“ bei der kbo-Service GmbH. Ich musste nicht lange überlegen, denn ich kannte die damaligen Kolleginnen der Hygiene bereits und wusste, dass ich mir eine Zusammenarbeit sehr gut vorstellen kann. Und das hat sich bestätigt.
Sowohl die Arbeit mit den Kolleginnen im Team als auch mit den Kolleginnen und Kollegen auf Station macht großen Spaß. Die Zusammenarbeit mit den Fachbereichen, die ich betreue, ist spannend. Alle sind sehr offen und es herrscht ein gutes Miteinander mit allen Kliniken.
Wie ist die Weiterbildung aufgebaut?
Die Weiterbildung gibt vertiefte Einblicke in die Grundlagen und in die Organisation der Hygiene, in die Mikrobiologie und Epidemiologie, in die Prävention nosokomialer Infektionen und in die technische und spezielle Hygiene. Sie dauert zwei Jahre, erfolgt berufsbegleitend und verteilt sich auf 720 Stunden theoretischen Unterricht und 30 Wochen praktische Weiterbildung.
Die Praktika können überall dort absolviert werden, wo Hygienethemen relevant sind – z. B. im OP, auf Intensivstation, in der Küche für Lebensmittelhygiene, im Gesundheitsamt. Um die Praktikumsstellen kümmert man sich eigenständig und bekommt einen sehr guten Einblick in die jeweiligen Einsatzbereiche.
Besonders gefallen hat es mir im Hygienelabor, aber eigentlich war es überall spannend. Ich konnte viele neue Eindrücke gewinnen und mich vernetzen. Während der Weiterbildung sind mehrere Klausuren und Präsentationen zu bewältigen. Und am Ende der Weiterbildung sind eine mündliche Abschlussprüfung und eine Facharbeit als schriftliche Prüfung zu absolvieren.
Sind Vorkenntnisse oder bestimmte Eigenschaften mitzubringen?
Medizinische Vorkenntnisse sind wichtig – beispielsweise als ausgebildeter Gesundheits- und Krankenpfleger –, da mit medizinischen Fachbegriffen und Erkrankungen gearbeitet wird.
Darüber hinaus würde ich sagen, dass man Wissensdurst, Motivation, Durchhaltevermögen und Freude am eigenverantwortlichen Lernen mitbringen sollte. Und natürlich Spaß an dem, was man tut bzw. zukünftig tun wird.
Wie war die Unterstützung unter den Weiterbildungsteilnehmenden und innerhalb des Teams?
In unserer Klasse mit 21 Teilnehmenden aus verschiedensten Kliniken in Bayern und Baden-Württemberg haben wir uns super verstanden und gegenseitig unterstützt, auch einen Gruppenchat zum Austausch gab es und gibt es immer noch.
Ohne mein Team hätte ich die Weiterbildung so gut nicht hinbekommen, die Unterstützung war großartig. Bei Fragen oder für einen prüfenden Blick bei Präsentationen oder der Facharbeit war sofort Hilfe da. Und mein gestresstes Ich wurde in der Prüfungsphase sehr gut von meinen Kolleginnen ausgehalten. (lacht)
Eine berufsbegleitende Weiterbildung ist nicht ohne – was hat Dir geholfen, dranzubleiben?
Das Ziel vor Augen zu haben, die Weiterbildung erfolgreich abzuschließen. Und meine Kolleginnen, die mich unterstützt und meine Arbeit übernommen haben, während ich im Praktikum war.
Was hat sich mit dieser Weiterbildung für Dich im Arbeitsalltag verändert?
Ich kann mehr Eigenverantwortung übernehmen und verstehe Abläufe und deren Hintergründe jetzt besser. Mein Ziel ist es, mein Wissen einzubringen, um das Verständnis für Hygiene zu wecken. Als ich in der Pflege gearbeitet habe, wusste man es oftmals einfach nicht besser, wie mit Hygienethemen umzugehen ist. Jetzt, wo ich es weiß, möchte ich das unbedingt weitergeben. Damit Mitarbeitende verstehen, warum auf so vieles zu achten ist, auch im Bereich der Psychiatrie.
Würdest Du die Weiterbildung weiterempfehlen?
Ja, absolut. Für diejenigen, die sich beruflich verändern wollen und die das Thema Hygiene interessiert.
Vielen Dank für Deine Zeit und für das angenehme Gespräch.