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Kinder- und Jugendärztin sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin berichtet über Erfahrungen im kbo-Talententwicklungsprogramm

Talentmanagement bei kbo: Erfahrungsbericht Dr. Esther Withut

Zusammenfassung: Mit dem Talentmanagementprogramm fördert kbo Mitarbeitende, die Verantwortung übernehmen und die Zukunft des Unternehmens aktiv mitgestalten möchten. Eine von ihnen ist Dr. Esther Withut, Kinder- und Jugendärztin sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin im kbo-Kinderzentrum München. Im Interview spricht sie über ihre Motivation, ihre bisherigen Erfahrungen im Programm und ihre persönlichen Ziele.

Von Michaela Moser am

Themen:

Frau Dr. Withut, Sie haben sich 2024 für das Talentmanagementprogramm beworben. Was hat Sie dazu bewogen?

Ich bin Kinder- und Jugendärztin sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und arbeite im kbo-Kinderzentrum München mit den Schwerpunkten frühe Entwicklung, Kommunikation und Kinderschutz. Durch meine Tätigkeit als Leiterin der Kinderschutzgruppe und als stellvertretende Leitung im Childhood-Haus konnte ich bereits Erfahrungen in der Mitgestaltung von Strukturen sammeln. Das hat in mir den Wunsch geweckt, mich gezielt weiterzuentwickeln – nicht nur medizinisch und therapeutisch, sondern auch in meiner Fähigkeit, das Haus strategisch und strukturell zu unterstützen. Das Talentmanagementprogramm erschien mir dafür als idealer Rahmen.

 

Die erste Hürde – die Potenzialdiagnostik – haben Sie bereits erfolgreich gemeistert. Wie haben Sie das Auswahlverfahren erlebt?

Die Potenzialdiagnostik war anspruchsvoll, aber gleichzeitig fair und sehr erkenntnisreich. Es ging nicht darum, einem bestimmten Profil zu entsprechen, sondern die eigenen Stärken und Entwicklungsfelder zu reflektieren. Mein Tipp für Interessierte: ehrlich hinschauen, was einen antreibt und wohin man sich entwickeln möchte – und genau das auch im Verfahren zeigen. Authentizität ist definitiv ein Vorteil.

 

Mit welchen Erwartungen sind Sie in das Programm gestartet?

Ich wollte meine Kompetenzen in den Bereichen Führung, Projektentwicklung und strategisches Denken ausbauen. Als Ärztin liegt mein Schwerpunkt natürlich in der medizinischen und therapeutischen Versorgung. Gleichzeitig merke ich aber, dass ich zunehmend auch strukturell gestalten möchte. Als Sozialpädiaterin ist mir interdisziplinäres Arbeiten seit jeher vertraut – ich war gespannt, dieses Prinzip nun auch häuserübergreifend innerhalb von kbo zu erleben und vom Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus ganz unterschiedlichen Berufsgruppen und Kliniken zu profitieren.

 

Haben sich diese Erwartungen bisher erfüllt?

Ja, absolut. Was mich besonders freut, ist, wie natürlich sich der häuserübergreifende interdisziplinäre Austausch anfühlt. Perspektiven aus Pflege, Verwaltung oder Sozialer Arbeit bereichern den eigenen Blick enorm. Und die Arbeit an meinem Projekt hat mir gezeigt, dass die Kompetenzen, die ich in der Kinderschutzarbeit und im Childhood-Haus entwickelt habe, eine sehr gute Grundlage für konzeptionelles und strukturelles Arbeiten bilden.

 

Das Talentförderprogramm umfasst Trainings, kollegialen Austausch, ein eigenes Projekt und Mentoring. Wovon werden Sie am meisten profitieren?

Ich denke, vor allem von meinem Projekt. Dabei entwickle ich ein überbrückendes traumatherapeutisches Angebot für Kinder aus dem Kinderschutzkontext – also für Kinder, die auf einen Therapieplatz warten oder nach einer Akutintervention noch keine kontinuierliche Versorgung haben. Dieses Projekt fordert mich heraus, Netzwerke aufzubauen, Konzepte strukturiert zu entwickeln und unterschiedliche Akteure einzubinden. Fähigkeiten, die im medizinischen Alltag oft weniger im Fokus stehen, für meine persönliche Entwicklung aber sehr wertvoll sind.

 

Wo sehen Sie sich in zwei Jahren?

Ich möchte weiterhin Kinder und ihre Familien medizinisch und therapeutisch begleiten – das bleibt mein Herzensthema. Gleichzeitig möchte ich stärker an der strukturellen Weiterentwicklung des Hauses mitwirken, sei es in einer Leitungsfunktion oder bei der konzeptionellen Weiterentwicklung von Angeboten im Bereich Kinderschutz und frühe Prävention. Das Talentmanagementprogramm hilft mir dabei, beide Bereiche miteinander zu verbinden.

 

Vielen Dank für das Teilen Ihrer Erfahrungen, Frau Dr. Withut.


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