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Konstruktiver Austausch und neue Impulse beim Safewards-Netzwerktreffen

Mit rund 96 Teilnehmenden war das Safewards-Netzwerktreffen am 19. März 2026 das bisher meistbesuchte und geprägt von intensivem Austausch, gemeinsamer Reflexion und vielen praxisnahen Impulsen. In einer offenen und konstruktiven Atmosphäre kamen Safewards-Trainerinnen und -Trainer verschiedener Berufsgruppen und aus unterschiedlichen kbo-Standorten in Wasserburg am Inn zusammen, um Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen.

Im Zentrum standen fünf Workshops, die unterschiedliche Aspekte der Umsetzung im Alltag beleuchteten: Von herausfordernden Probleminterventionen und der Bedeutung bewusster Kommunikation über Fragen der Beschaffung und struktureller Rahmenbedingungen bis hin zur Umsetzung in dezentralen Therapien. Besonders deutlich wurde dabei, wie wichtig ein gemeinsames Verständnis, klare Absprachen und ein kontinuierlicher Austausch für die tägliche Arbeit sind.

Auch die Rolle multiprofessioneller Teams wurde intensiv diskutiert – sowohl mit Blick auf bestehende Herausforderungen als auch auf die Chancen, die sich durch eine enge Zusammenarbeit auf Augenhöhe ergeben. Vorständin Dr. Margitta Borrmann-Hassenbach stellte hierzu in ihrer Einführung klar: “Wir haben aus unterschiedlichen Berufsgruppen Trainer ausgebildet und wollen das weiter fördern.”

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Nachhaltigkeit: Wie kann es gelingen, Safewards langfristig im Alltag zu verankern? Hier wurden vor allem klare Zuständigkeiten, feste Strukturen und regelmäßige Reflexion als zentrale Erfolgsfaktoren hervorgehoben.

Deutlich wurde: Safewards ist weit mehr als ein Konzept. Es steht für eine gemeinsame Haltung im Arbeitsalltag. Seine Wirkung entfaltet sich insbesondere dann, wenn alle Berufsgruppen eng zusammenarbeiten, Verantwortung teilen und im kontinuierlichen Austausch bleiben. “Es geht um die Gesamtheit aller Maßnahmen, die letztendlich die Gesamthaltung aller Berufsgruppen im Klinikum beeinflusst”, so Prof. Dr. Peter Zwanzger, Ärztlicher Direktor am kbo-Inn-Salzach-Klinikum.

Gleichzeitig braucht es eine dauerhafte Verankerung in Strukturen sowie die Bereitschaft, die Umsetzung regelmäßig zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Das Treffen hat einmal mehr gezeigt, wie viel Potenzial im gemeinsamen Austausch liegt und dass Safewards dort besonders wirksam wird, wo es aktiv gelebt und gemeinsam weiterentwickelt wird.

Von Pankraz Springer 22. April 2026