Das Team des Huntington-Zentrums Taufkirchen (Vils) v. l. n. r.: Candy Seiler, Dr. Alzbeta Mühlbäck, Brigitte Sladek, Douaa Elouchefoune, Jakob Neumüller, Jeanette Glasl, Dr. Tanya Blinder, Georg Steinbauer, Michael Bachmaier, Dr. Ursula Speidel, Marcus Hartmannsgruber, Elhasna Mekhelfi, Luigi Portino, Petra Feichtmeier und Dr. Sarah von Grebmer zu Wolfsthurn
Huntington-Zentrum Taufkirchen weltweit an der Spitze
Großer Erfolg für das Huntington-Zentrum am kbo-Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen (Vils): Das Team um Oberärztin Dr. Alzbeta Mühlbäck hat weltweit die meisten neuen Patientinnen und Patienten in das internationale Forschungsregister Enroll-HD aufgenommen. Damit gehört das Zentrum zu den zehn erfolgreichsten von über 150 Studienstandorten weltweit.
Ziel von Enroll-HD ist es, Menschen mit der seltenen Huntington-Krankheit (Chorea Huntington) international zu erfassen, um Krankheitsverlauf, genetische Ursachen und mögliche Therapieansätze besser zu verstehen. Neben Gesundheitsdaten werden auch Blutproben analysiert, um neue Behandlungsstrategien zu entwickeln.
„Die Anstrengungen der vergangenen Jahre haben sich gelohnt. Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag, um die Krankheit eines Tages besser behandeln zu können“, betont Dr. Mühlbäck. Aktuell sind 550 Patientinnen und Patienten im Zentrum registriert.
Seit einem Jahr beteiligt sich das Team zudem an der Studie HD-Clarity, bei der Nervenwasserproben untersucht werden. Ziel ist es, Biomarker zu identifizieren, die den Krankheitsverlauf messbar machen und zukünftige Therapien unterstützen könnten.
Das 1998 gegründete Huntington-Zentrum zählt seit Jahrzehnten zu den führenden spezialisierten Einrichtungen in Deutschland. Für die rund 10.000 betroffenen Menschen bundesweit bietet das kbo-Klinikum umfassende medizinische Betreuung, Beratung und Zugang zu internationaler Forschung.