Übersicht    Drucken    Schriftgröße
Suche

Sie sind hier  Service und Praxis  Aktiver Bienenschutz

Aktiver Bienenschutz

Viel Futter gibt es für die Bienen auf den neuen Blühflächen.

Erweiterung der Blühflächen für Insekten am kbo-Inn-Salzach-Klinikum in Wasserburg am Inn

Im Rahmen der Forensischen Arbeitstherapie können Patienten in der Imkerei des kbo-Klinikums viel über verantwortungsbewusstes Handeln und Verhalten lernen.

Die Bedeutung von Bienen und anderen Insekten für ein funktionierendes Ökosystem ist nicht erst seit dem Volksbegehren zur Artenvielfalt ins allgemeine Bewusstsein gerückt. Eine stetig wachsende Imkerei mit Bienenvölkern gibt es schon seit über fünf Jahren am kbo-Inn-Salzach-Klinikum. Nun aber können sich die Bienen, die auf dem Gelände des Klinikums heimisch sind, über eine große Erweiterung ihrer Blumenwiese freuen. Eine spezielle bienen- und insektenfreundliche Mischung, die von Frühjahr bis Herbst durch blüht, wird hier in den kommenden Tagen auf einer – im Vergleich zur bereits bestehenden Wiese – etwa sechs Mal so großen Fläche angesäht. So entsteht, neben der bereits bestehenden großen Obstwiese mit Apfelbäumen und zahlreichen kleinen Blühflächen, eine große Blumenwiese für Insekten.

Das erfolgt in der Arbeitstherapie der Klinik für Forensische Psychiatrie des kbo-Inn-Salzach-Klinikums, in der Patienten mit einer psychischen und / oder Suchterkrankung im Rahmen des Maßregelvollzugs behandelt und resozialisiert werden. Zu den Therapien, die hier angeboten werden, gehört auch die Arbeitstherapie Imkerei, die unter Anleitung und Aufsicht von fachkundigem Personal mehrmals pro Woche auf dem Krankenhausgelände stattfindet. In der Arbeitstherapie wird Arbeit unter wirklichkeitsnahen Bedingungen als Mittel der Therapie eingesetzt und die Patienten werden schrittweise an die Grundanforderungen des Arbeitslebens herangeführt. Bei der Arbeit mit den Bienenvölkern lernen die Patienten nicht nur viel über verantwortungsvolles Verhalten, sondern auch, dass ihr Handeln unmittelbare Auswirkungen auf die Insekten hat. Der ganzheitliche Wert der Imkerei spielt eine große Rolle, denn es geht nicht nur darum, Bienen den Honig abzunehmen, sondern die Bienenvölker müssen betreut und gepflegt werden. Im Winter, wenn nicht direkt mit den Bienenvölkern gearbeitet wird, werden die alten Waben eingeschmolzen, Mittelwände gepresst und die Bienenkästen gereinigt.

Die Imkerei und die Arbeit mit den Honigbienen ist bereits seit mehreren Jahren wichtiger Bestandteil des Therapieangebots in der Klinik für Forensische Psychiatrie. In einer weiteren Arbeitstherapie wird von den Patienten Imkerzubehör aus Holz angefertigt, zum Beispiel Bienenrahmen, Bienenmagazine oder Ablegerkästen. So erfahren die Patienten die Imkerei mit allen Sinnen und sehen konkrete Ergebnisse ihrer Arbeit vor sich. Erst im letzten Jahr wurde von Patienten im Rahmen der Arbeitstherapie ein neues Bienenhaus gebaut und auf dem Klinikgelände aufgestellt.

Die Gartenarbeiten und Erweiterung der Blühflächen haben Ende April 2019 begonnen, so dass es dann hoffentlich bis in den Herbst hinein und auch in den nächsten Jahren summt und brummt am kbo-Inn-Salzach-Klinikum.

Franziska Amann, kbo-Inn-Salzach-Klinikum

 

Startseite