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Pharmako-EpiVig (Pharmako-Epidemiologie und -Vigilanz)

Das von BIDAQ (Bayerisches Institut für Daten, Analysen und Qualitätssicherung) durchgeführte Projekt Pharmako-EpiVig – initiiert und getragen von den sieben Gesundheitseinrichtungen der Bayerischen Bezirke – dient als qualitätssichernde Maßnahme zur Medikamentenverordnung (im Sinne des § 135a SGB V).

In bisher 27 teilnehmenden psychiatrischen Kliniken wird seit dem Jahr 2013 halbjährlich eine Medikamenten-Stichtagserhebung durchgeführt. Dazu wird ein vierseitiger Papierfragebogen mit etwa 20 Fragen eingesetzt. Dokumentiert werden ca. 15.000 Fälle pro Jahr mit ca. 65.000 Wirkstoffgaben.

Durch ein für die Kliniken unaufwendiges Pseudonymisierungsverfahren, das von den Pharmako-EpiVig-Beauftragten in den einzelnen Kliniken betreut wird, ist gewährleistet, dass einerseits keine personenbezogenen Daten die Klinik verlassen und andererseits wichtige aktuelle Informationen fallbezogen zurückgemeldet werden können.

Untersucht werden primär alle dokumentierten Wirkstoffverordnungen hinsichtlich Häufigkeit und Dosis im Zusammenhang mit Diagnosen, Alter und Geschlecht der Patienten.

Die ursprüngliche Funktion des Projekts erweitert sich von der Pharmakoepidemiologie in Richtung einer Pharmakovigilanz. Dies geschieht zum einen durch die Betrachtung aufgetretener schwerer unerwünschter Arzneimittelwirkungen, zum anderen durch die Ermittlung möglicher gefährlicher Wechselwirkungen zwischen verordneten Medikamenten (mittels der Software mediQ). Letztere werden fallbezogen zeitnah zum Bogeneingang bei BIDAQ an die behandelnden Ärzte zurückgemeldet, ebenso wie im Rahmen der Datenbereinigung festgestellte auffällige Dosisangaben.

Um eine ausreichende Datenqualität für die teils differenzierten Analysen zu erhalten, werden die Daten vor der Auswertung einem mehrstufigen Rücklaufkontroll- und Bereinigungsverfahren unterzogen, das beständig weiterentwickelt wird.

Erstellt wurden bisher für die Jahre 2013 bis 2016 jeweils ein Jahresgesamtbericht, ein Kurzbericht sowie 27 Klinikeinzelberichte.

(Stand: April 2017)

 

 

 

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